"Die große Kette der Wesen"
Ordnungen in der Naturgeschichte der Frühen Neuzeit
volume : 88
pages/dimensions : 228 Seiten, 122 farbige Abbildungen
binding: Gebunden
publishing date: 1. Auflage 28.10.2007
price info: 39,80 Eur[D] / 41,00 Eur[A] / 69,00 CHF
ISBN10: 3-447-05664-9
ISBN: 978-3-447-05664-9
39,80 Eur add to basket 
Im Zentrum des älteren naturgeschichtlichen Denkens stand die Überzeugung, dass die nahezu unendliche Vielfalt der göttlichen Schöpfung in einem kontinuierlichen Zusammenhang nach kleinsten Merkmalsunterschieden geordnet sei im Bild einer “Kette der Wesen” oder Scala naturae. Diese Idee einer im Prinzip unveränderlichen, kontinuierlichen Folge aller natürlichen Objekte begann im 18. Jahrhundert aufzubrechen. Das Anwachsen der Artenkenntnis wie auch das sich mit der Erklärung des Ursprungs und Alters der Erde entwickelnde historische Denken brachten die Ordnungsidee der überkommenen Naturgeschichte ins Wanken. Der reich bebilderte Katalog stellt diese Schwellen- oder Umbruchszeit in den Mittelpunkt, sinnfällig in den beiden Protagonisten Linnaeus und Buffon, deren Geburtstage sich im Jahr 2007 zum 300. Male jährten. Neben Leben und Werk wird auch deren breite europäische Rezeption in ausgewählten Beispielen aus den umfangreichen Beständen der Herzog August Bibliothek zur Naturgeschichte der Frühen Neuzeit verdeutlicht.
Es handelt sich um den Ausstellungskatalog der gleichnamigen Ausstellung, die in der Augusteerhalle, in der Schatzkammer, im Kabinett und im Malerbuchsaal der Herzog August Bibliothek vom 28.10.2007 bis 1.6.2008 stattfindet.

Alexander Kosenina in der Frankfurter Allgemeinen vom 11.12.2007:
Wie in jeder klassischen Wunderkammer liegt der Reiz dieser Schau natürlich in den Kuriosa. ... die siebenköpfige Hydra in Albert Sebas "Thesaurus rerum naturalium" von 1734 existierte hingegen nur in der mythologischen Phantasie. Im Unterschied zu solchen Scharlatanerien erklärt und belegt die Wolfenbütteler Ausstellung im Verbund mit einem vorzüglichen Katalog klar und kundig ein grundlegendes Konzept der Ideengeschichte, das auch die Philosophie und Künste noch lange beschäftigen sollte."