Soziokulturelle Aspekte bei Martin Camajs Prosawortschatz
Eine Untersuchung im Rahmen der interpretativen Semantik
[24]
series: Albanische Forschungen
volume: 24
pages/dimensions: XV, 262 Seiten - 24 × 17 cm
binding: Paperback
weight: 500
publishing date: 1. Auflage 07.2006
price info: 68,00 Eur[D] / 70,00 Eur[A] / 116,00 CHF
ISBN: 978-3-447-05410-2

   68,00 Eur
Die politischen und sozialen Umbrüche der 90er Jahre brachten in Albanien und in Kosova auch eine Veränderung des literarisch-kulturellen Kontextes im albanischen Sprachraum mit sich. Und erst durch sie wurden für die damals verbotenen Autoren, u.a. auch für den Exilautor Martin Camaj, ein Zugang zur albanischen Literaturszene möglich. Der Schwerpunkt der Behandlung seines literarischen Schaffens, besonders seiner Prosa, liegt auf der Kernthematik, der Welt des Bergbewohners, die im malësor-Sein zum Ausdruck kommt. Die Analyse des gesamten Sprachmaterials basiert auf einem zweifach binären System, dem Makrokosmos bzw. der albanischen Welt und dem Mikrokosmos, der Berglandschaft. Dieses System dient als Gerüst der semantischen Analyse, die mit den Isotopien „landschaftlich", „wirtschaftlich", „historisch" und „kulturell" eingeleitet wird. Sie ermöglicht die Einbeziehung des soziokulturellen Gesichtspunkts und es zeigt sich, dass mal (Berg) als Schlüsselwort in Camajs Prosawortschatz ein plastisches, komplexes, in Bewegung gestaltetes, in seiner sozial-wirtschaftlichen Anordnung charakterisiertes, im historischen Zusammenhang gekennzeichnetes, in seiner kulturellen Spezifik gedeutetes und ins Exil mitgenommenes Stück Heimatland ist.