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Lexikon des Hellenismus
Herausgegeben von Schmitt, Hatto H / Vogt, Ernst
pages/dimensions: XII, 616 Seiten, 365 Abbildung(en) - 29, 7 × 21 cm
binding: Leinen
publishing date: 1. Auflage 11.2005
prices: 128,00 Eur[D] / 101,80 Eur[A] / 168,00 CHF
ISBN: 978-3-447-04842-2
128,00 Eur

Das große Lexikon des Hellenismus vermittelt ein umfassendes Bild der vielfältigen Strömungen in Politik und politischer Ideologie, Gesellschaft und Religion, Philosophie, Literatur, Kunst, Medizin und Recht in der Zeit von der Mitte des 4. bis zum Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. Forschern und Studierenden der Altertumswissenschaften und der Nachbardisziplinen - wie
Ägyptologie, Orientalistik, Sprachwissenschaft - soll es eine Hilfe zu gründlicher Orientierung und ein Wegweiser zu den antiken Quellenzeugnissen und zur neueren Literatur sein. Eine große Zahl von Münzbildern, Abbildungen von Kunstgegenständen und Gebäudegrundrissen ist den entsprechenden Artikeln gegenübergestellt.


Das neue LEXIKON DES HELLENISMUS versucht, ein umfassendes Bild der vielfältigen Strömungen in Geschichte und Politik, Literatur, Philosophie, Religion, Kunst, Naturwissenschaften, Medizin, Kulturgeschichte und Alltagsleben im Zeitalter des Hellenismus - also der Zeit vom hohen 4. Jh. bis zum späten 1. Jh. v. Chr. - zu zeichnen.
Das positive Echo, das die beiden Auflagen des “Kleinen Lexikons des Hellenismus” (1988; 1993) gefunden haben, hat Verlag und Herausgeber ermutigt, das hellenistische Zeitalter lexikalisch in einem erheblich größeren Band zu behandeln: Er bietet einen mehr als doppelt so großen Textumfang; 13 Stammtafeln hellenistischer Dynastien und die Abbildungen von über 200 Münzbildern und nahezu 150 Kunstwerken und Plänen sind in die Artikel integriert. Der größere Raum erlaubte ein Abgehen von der früheren Grundstruktur der Kompaktartikel. In den Bereichen Literatur, Philosophie und Naturwissenschaften (verantw. Hg.: Ernst Vogt) erscheinen die früher unter “Drama” und “Naturwissenschaften” zusammengefaßten Gattungen jetzt in selbständigen Artikeln, ebenso die Vertreter von Literaturgattungen und Philosophenschulen, die bisher am Ende von Dachartikeln aufgeführt waren, dazu etwa 40 Autoren von Aratos aus Soloi über Eratosthenes, Moschos und Poseidipp bis Philitas, die bislang nur innerhalb der Entwicklung ihrer Schule oder literarischen Gattung behandelt werden konnten. Im Zentrum des neuen Artikels “Aristoteles” steht eine Darstellung der Geschichte des Corpus Aristotelicum im Hellenismus. Durch Neufassungen ersetzt wurden die Artikel Apollonios Rhodios, Kallimachos, Theokrit und Theophrast. Von den anderen Bereichen (verantw. Hg.: Hatto H. Schmitt) wurden Kunst und Medizin in erweitertem Rahmen völlig überarbeitet.

Neu sind “Frauenmedizin”, “Architekturbeschreibungen”, “Ornamentik” und mehrere Zusätze über regionale Kunstphänomene. Die Komplexe Religion und Geschichtsschreibung sind aufgelöst; die religiösen Phänomene erscheinen selbständig im Alphabet, vermehrt um zahlreiche bisher nicht behandelte Gottheiten und um religiöse Realien wie “Fest”, “Priester”, “Leges sacrae”, “Tempelfürstentümer”; dazu treten “Mythos”, “Prophetien”, “Töpferorakel”. Auch die behandelten Historiographen sind nun über das Alphabet verteilt und um kurze Artikel vermehrt über nahezu alle hellenistischen Historiker, von denen wenigstens einige Fragmente überliefert sind. Erheblich ausgebaut wurden der Bereich Völkerrecht und die Länder-Artikel, die um zahlreiche weitere Gebietsartikel von “Pontos Euxeinos” über kleinasiatische Landschaften, “Kaukasos-Länder”, “Atropatene” bis “Nubien” erweitert wurden. Als geschlossene Komplexe verbleiben die Dynastie-Artikel, entsprechend der überragenden Bedeutung der Dynastie im hellenistischen Staat. Den Artikeln über die vier großen Reiche (Antigoniden, Attaliden, Ptolemaier und Seleukiden) ist nun jeweils ein systematischer Teil vorangestellt (s. u. den Beispielartikel “Ptolemaier”); es folgt jeweils Reichsgeschichte als Dynastiegeschichte, wobei den Königsbiographien meist Übersichten über ihre Familien sowie Quellenhinweise beigegeben wurden. Neu sind hier Agathokles, (Haus des) Antipatros, Aratos aus Sikyon, Argeaden, Eunus, Hasmonäer, (Haus des) Herodes, Hieron II., Lysimachos und Philopoimen. Stark vermehrt wurde, seiner Bedeutung im Hellenismus entsprechend, der Bereich Staat, Herrschertum und Hof, u.a.m “Staatsphilosophie”, “Herrscherlegenden”, “Geschwisterehe”, “Königin”. “Herrscherideal”, “Herrscherkult” und “Staat” wurden erheblich erweitert. Der Bereich Kulturgeschichte - Realien - Wirtschaft konnte nun angemessen berücksichtigt werden, u.a. durch Ausbau der Artikel “Frau”, “Kind”, “Zeitrechnung” und durch neue Artikel wie Barbaren und Hellenen, Bad, Gymnasion, Theater; Elephant, Traum, Geographisches Weltbild; Inschriften, Schrift und Schreiben, Ernährung, Kleidung; Banken, Handel, Stadtplanung und Stadtwirtschaft, Sklave.


Richard Pohle urteilt in der Frankfurter Allgemeinen vom 3.2.2006:

Auf jeden Fall kann sich das "Lexikon des Hellenismus" nun aber unter die großen altertumswissenschaftlichen Sammlungen einreihen und hat dort eine empfindliche Lücke geschlossen.

Sabine Müller in: sehepunkte 6 (2006), Nr. 5 vom 15.05.2006,
Angesichts der häufigen Themenkonzentration auf das klassische Griechenland und die römische Kaiserzeit ist es umso positiver, dass der Hellenismus als eigenständige Epoche in seiner ganzen Bedeutung mit einem solchen Werk stärker ins Bewusstsein auch einer etwas weiteren Öffentlichkeit gerückt wird. Jedem, der sich mit Aspekten der hellenistischen Geschichte beschäftigt, auch den Besitzern der vorangegangenen Editionen, sei das kritische, informative, ebenso einführende wie weiterführende Buch daher empfohlen.

Klaus Schreiber in:Informationsmittel (IFB) : digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft (http://www.bsz-bw.de/ifb)
Das völlig neu bearbeitete Lexikon des Hellenismus gehört in den Informationsapparat jeder wissenschaftlichen Bibliothek und sollte bei einschlägigen Fragen als erstes der Lexika zur Antike konsultiert werden.

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