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Barta, Heinz
volume: Band 1
pages/dimensions: XIX, 683 Seiten - 24 × 17 cm
binding: Gebunden
publishing date: 1. Auflage 02.2010
prices: 58,00 Eur[D] / 59,70 Eur[A] / 99,00 CHF
ISBN: 978-3-447-06121-6
Sequence
978-3-447-06121-6 Printed Version 58,00 Eur
978-3-447-19077-0 E-Book (pdf) 58,00 Eur
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Die vier Bände von 'Graeca non leguntur'? sind das Ergebnis langjähriger Forschung über die Griechen und deren rechtshistorisches Umfeld. Es geht um die bedeutende Frage, ob die weit verbreitete Meinung zutrifft, dass die rechtlichen Grundlagen Europas ausschließlich als Leistungen Roms anzusehen sind. - Dieser Eindruck wird irrigerweise auch von Wissenschaftlern erweckt. Denn es lässt sich nachweisen, dass manches, was bislang als römisch galt, aus dem antiken Griechenland stammt. Auch verbirgt sich hinter der griechischen Herkunft häufig der Alte Orient. In zehn Kapiteln wird das Entstehen der europäischen Rechtswissenschaft im antiken Griechenland behandelt: Band I (Einleitung + Kapitel I: Historische Perspektiven); Band II (Drakon und Solon als Gesetzgeber und Rechtsdenker); Band III geht auf die vernetzte griechische Gesamtkultur ein und behandelt die für das griechische Rechtsdenken wichtigen Gebiete der Dichtung (Aischylos und Euripides) und Geschichtsschreibung (Thukydides), wozu die frühe juristische Professionalisierung kommt; Band IV befasst sich mit den für die Rechtsentwicklung bedeutenden Denkern Platon, Aristoteles und Theophrast. Kapitel IX geht auf Recht, Religion und Gerechtigkeit in frühen Gesellschaften ein. Kapitel X wagt einen Ausblick auf Gegenwart und Zukunft. Kapitel XI fasst zusammen.
Abonnentenpreis: Ca. EUR 48,- (D) / sFr 83,-


Rezensionen:
Wolf-Dieter Gudopp-von Behm im Anzeiger für die Altertumswissenschaft, LXV. Band, 1./2. Heft (2012)
Am Schluss ist sich der Leser sicher, dass Bartas Werk hinsichtlich des Materialismus und dessen innerer Verknüpfung, der Information und auch hinsichtlich der Sensibilisierung für das große Thema als ein Unikat dasteht. Barta bahnt einen Weg, der alle Interessierte, nicht nur unter seinen Fachkollegen, dazu einlädt, das Arbeitsfeld zu besichtigen und sich davon fragend und produktiv anregen zu lassen. Während der Lektüre wird beim Publikum die Neigung und die Bereitschaft wachsen, Barta zuzustimmen, und danach werden auch Skeptiker von seiner These tatsächlich überzeugt sein: Was für andere kulturelle Leistungen des antiken Griechenland opinio communis ist, gilt auch für das Recht: In Griechenland finden wir, ohne mystifizierend einen "griechischen Geist" bemühen zu müssen, die Maß-gebende Quelle und die prägende Jugend der weiteren Zivilisation, einen humanen Realismus von einer Modernität, die nicht überholt wird und objektiv wie subjektiv ein bestimmender Bezug der Theorie und der Praxis bleibt. Bekennende Griechen wie Heinz Barta sind gegenwärtig ein kleiner, ganz und gar "unzeitgemäßer" Club, verführen aber zu dem verlockenden Gedanken, ob nicht die Normalbildung zeitgemäß humanistisch, eben griechisch gestaltet werden könnte.

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