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Akurgal, Ekrem
Erinnerungen eines Archäologen
Einige bedeutende Kapitel aus der Kulturgeschichte der Republik Türkei
series:
volume: 57
pages/dimensions: 224 Seiten, davon 62 Tafeln mit 151 Abb. und 1 Karte
language: deutsch
binding: gb
weight: 800
publishing date: 2013
prices: 35,00 Eur[D]
ISBN: 978-3-447-06875-8
35,00 Eur

Die 1999 auf Türkisch erschienenen Lebenserinnerungen des Archäologen Ekrem Akurgal (1911-2002) sind zugleich ein bedeutendes Kapitel türkischer Kulturgeschichte. Sie beginnen mit der Kindheit noch zur Zeit des Osmanischen Reiches; die Jugend war geprägt durch die Reformen des Staatsgründers Atatürk. Mit einem von diesem verliehenen Direktstipendium studierte er als Schüler von Gerhart Rodenwaldt Klassische Archäologie in Berlin.
An der Universität Ankara erfüllte Ekrem Akurgal zunächst als Assistent und Dozent (ab 1941), dann als Ordinarius (1957-1981) die von Atatürk aufgestellte Forderung, die Archäologie seines Landes als identitätsstiftende Wissenschaft der modernen Republik in Lehre und Forschung zu etablieren. Seine Schüler und Enkelschüler nehmen bis heute als Universitätslehrer, Museumsdirektoren und Mitarbeiter in der Antikenverwaltung wichtige Positionen im Lande ein.
In seinen Publikationen hat Ekrem Akurgal die Kunst der Hethiter, Urartäer, Phryger, Lyder, Karer und Lykier behandelt; Mittelpunkt seiner Forschungen aber waren die griechische, insbesondere die ionische Kunst und Kultur. Ihnen waren auch seine Grabungen gewidmet: Alt-Smyrna, Kyzikos, Sinope, Phokaia, Daskyleion, Pitane und Erythrai. Er besaß internationales Renommee und erfuhr zahlreiche Ehrungen. Er setzte sich aktiv für die türkisch-griechische Verständigung und Freundschaft ein. Ekrem Akurgal bekennt sich in seinen Lebenserinnerungen als überzeugter Türke, als engagierter Vertreter der von Atatürk gegründeten modernen Republik Türkei, zugleich aber auch als überzeugter Europäer. Er war Weltmann und Humanist.
Seine Memoiren sind nicht nur ein wichtiges Buch für seine Landsleute, sondern sollen in der Übersetzung nun auch einer breiteren Öffentlichkeit in Deutschland, in Europa und in Übersee zum besseren Verständnis der Türkei, ihrer Geschichte und ihrer Kulturgeschichte zugänglich gemacht werden. Sie sind ein historisch aufschlussreiches und kulturhistorisch bedeutsames, reich bebildertes Dokument und zugleich ein ganz persönliches Zeugnis eines großen Gelehrten.

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