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In Der christliche Krieger im langobardenzeitlichen Italien analysiert Andrea Stabel den Einfluss der Christianisierung auf die Selbstdarstellung langobardischer Krieger. Durch die Untersuchung von 63 Gräbern und 21 Einzelfunden aus Italien (568–7. Jh.) zeigt sich, dass christliche Symbole wie Goldblattkreuze, Gürtel oder Sporen vor allem in Elitegräbern als kommunikatives Mittel dienten. Ihre Symbolik spiegelt soziale Rollen, Status und die Nähe zu christlichen Machtzentren wider. Die Studie beleuchtet zudem den Einfluss spätantiker Traditionen, die Bedeutung von Bestattungsformen und regionale Unterschiede. Die Ergebnisse weisen nach, dass christliche Kennzeichen in Kriegergräbern von einer sporadischen Praxis zu einer weit verbreiteten Erscheinung wurden – eine Entwicklung, die eng mit der politischen Konsolidierung und Romanisierung der Langobarden verbunden ist.
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