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Die Monographie von Maximilian Lang untersucht erstmals detailliert das Kanzlei- und Urkundenwesen des berühmten Stauferkaisers Friedrich II. in den Jahren 1236 bis 1245, also bis zu seiner Absetzung durch Innozenz IV. auf dem Konzil von Lyon. Der behandelte Zeitraum war vornehmlich geprägt von den militärischen Auseinandersetzungen mit den Städten des Lombardenbunds auf der einen und dem Konflikt mit dem Papsttum auf der anderen Seite. Ausgehend von umfangreichen Schrift- und Formularanalysen sowie umfassenden prosopographischen Studien bietet der Autor neue Erkenntnisse zur Funktionsweise der Kanzlei und zu ihrem Personal unter Friedrich II., das die kaiserlichen Diplome konzipierte, mundierte und schließlich an die jeweiligen Urkundenempfänger expedierte. Darüber hinaus liefert der Band vor dem Hintergrund der Kanzleiprodukte neue Ergebnisse zu Herrschaftsverständnis und -praxis Kaiser Friedrichs II. in einer besonders konfliktreichen Phase. Die kanzleigeschichtliche Abhandlung behandelt damit ein langwährendes Forschungsdesiderat der spätstaufischen Diplomatik und gibt Impulse für weiterführende Überlegungen zur Funktionalität von Herrschaft im Mittelalter.
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