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Nathanael Riemer untersucht in Emotionalität der Dinge die Beziehungen und emotionalen Bedeutungen von Objekten der jüdischen Bevölkerung in den deutschsprachigen Territorien. Die Entstehung der Objekte wurde von Traditionen der Antike oder des Mittelalters bestimmt, der Schwerpunkt des Untersuchungszeitraumes ist jedoch auf die Frühe Neuzeit gerichtet und reicht bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses stehen Alltagsobjekte der Unterschichten, die in Abhängigkeit von Region und Zeitraum die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung ausmachten. In sechs Einzelstudien werden die Dinge jüdischer Hausierer (wie zum Beispiel Behausungen, Tragevorrichtungen und Waren), jüdische Hausinschriften, Hochzeitssteine bzw. Huppasteine, Genizot bzw. Repositorien, jüdische Friedhöfe und Grabmale aus Holz systematisch auf ihre Beziehungswelten und emotionalen Bedeutungen hin analysiert. Methodisch verknüpft die Publikation die Disziplin Judaistik/Jüdische Studien mit den Methoden und Quellen der Ethnologie, insbesondere der Materiellen Kulturen und Emotionsgeschichte, der Sozialgeschichte und Literaturwissenschaft.
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