Wenn es Polen nicht gäbe, dann müsste es erfunden werden
Die Entwicklung des polnischen Nationalbewusstseins im europäischen Kontext von 1830 bis in die 1880er Jahre
[35]
series: Studien der Forschungsstelle Ostmitteleuropa an der Universität Dortmund
volume: 35
pages/dimensions: 342 Seiten - 24 × 17 cm
language: deutsch
binding: Paperback
weight: 0
publishing date: 1. Auflage 08.2003
price info: 78,00 Eur[D] / 80,20 Eur[A]
ISBN: 978-3-447-04811-8

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   78,00 Eur
Nationalbewusstsein und nationale Ideologie haben in der Forschung viel Beachtung gefunden. Dennoch sind einige zentrale Fragen offen geblieben. Dies gilt besonders für die polnische nationale Ideologie, da Polen als Land ohne eigenes Staatsgebiet im 19. Jahrhundert eine schwierige Entwicklung nahm. Die in verschiedene Teile Europas emigrierte polnische Elite war bemüht, in den jeweiligen Ländern Interesse an der polnischen Frage zu wecken. Mit ihren Ideen zu einem polnischen Nationalstaat entstanden im Vergleich Polens mit anderen Nationen zugleich Perspektiven für ein neues Europa. In diesem Buch wird die Dynamik der nationalen Ideen daher im Zusammenhang mit einem Wettbewerb unter den Nationen gesehen. Auf der Grundlage wenig erforschter Quellen macht Alix Landgrebe deutlich, inwiefern der europäische Kontext entscheidende Bedeutung für das nationale polnische Denken hatte. Die Frage nach dem Verhältnis Polens zu Europa im Lauf seiner Geschichte und die Bedeutung, die Europa im polnischen nationalen Denken des 19. Jahrhunderts hatte, ist gerade heute wieder von großer Aktualität.