Der Berg des Lao Zi in der Provinz Sichuan und die 24 Diözesen der daoistischen Religion
[24]
series: Asien- und Afrikastudien der Humboldt-Universität zu Berlin
volume: 24
pages/dimensions: XII, 306 Seiten, 72 Abbildung(en) - 24 × 17 cm
binding: Gebunden
weight: 0
publishing date: 1. Auflage 09.2005
price info: 78,00 Eur[D] / 80,20 Eur[A] / 132,00 CHF
ISBN: 978-3-447-05261-0

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   78,00 Eur
Der Berg des Lao Zi (Laojun Shan) in der Provinz Sichuan ist eine heilige Stätte des Daoismus, die auf eine lange Geschichte zurückblicken kann und auch in der heutigen Zeit als florierender Tempelstandort und regionales Zentrum der einheimischen Religion Chinas bekannt ist. Die Bedeutung und das Erscheinungsbild des Laojun Shan in Vergangenheit und Gegenwart, die Grundlagen seiner spirituellen Legitimation in kanonischen Schriften und Überlieferungen, der traditionelle Tempelkomplex und das religiöse Leben auf dem Berg werden in diesem Buch umfassend dargestellt. Die Studie ist das Ergebnis von Forschungen an mehreren Lokalitäten in Sichuan, die zu den Stützpunkten des Himmelsmeister-Daoismus (Tianshi Dao) in der Östlichen Han-Zeit (25-220) gehörten. Diese Orte, die sich auf oder in unmittelbarer Nähe von Bergen bzw. Hügeln befanden, sind als „24 Diözesen“ (ershisi zhi) in den daoistischen Schriften aufgelistet. In vielen Fällen können diese Stätten auch heute noch identifiziert werden. Der Laojun Shan, das ehemalige Zentrum der Diözese Chougeng (Chougeng Zhi), wurde im Verlauf der Geschichte zum Standort eines Tempels zu Ehren von Lao Zi, der in dieser Religion als kosmische Gottheit und Verkörperung des Dao verehrt wird. Als heiliger Raum überdauerte der Berg die Jahrhunderte, und heute beherbergt der Tempelkomplex auf dem Laojun Shan eine Klostergemeinschaft von Daoisten, die zur Schule der Vollkommenen Verwirklichung (Quanzhen) gehören. Als erste Monographie zu diesem Berg bietet die Studie einen Einblick in Erscheinungsformen und Bedeutungen des heiligen Raumes innerhalb der chinesischen Religiosität und zeichnet zugleich ein lebendiges Bild der daoistischen Kultur von Sichuan.



in English:

The twenty-four dioceses (ershisi zhi) of early Celestial Master Daoism (Tianshi Dao) appear as a system of religious geography in various texts of the Daoist canon (Daozang). They were religious administrative spheres of an early Daoist movement and as such played an important role in the founding process of China’s native religion. These administrative spheres were centered around mountains or hills surrounded by fertile farmland. From the beginning, their function was of a spiritual nature, and after the vanishing of the early Daoist movement these mountains became locations for temples and monasteries. Mt. Laojun (Laojun Shan), the Mountain of Lord Lao, is located in Xinjin County, south of the Sichuanese capital of Chengdu. This mountain has been identified as the center of the former diocese Chougeng (Chougeng Zhi) and, furthermore, has a long history as sanctuary for the worship of Laozi. The temple on Mt. Laojun is today a very active and flourishing institution that belongs to the Dragon Gate (Longmen) order of Complete Realization (Quanzhen) Daoism. This study is the first comprehensive monograph that illustrates Mt. Laojun’s past and present in order to provide an insight into the nature and meaning of Daoist sacred space.