Ammoniaca I. "Kein Tempel der Pracht"
Architektur und Geschichte des Tempels aus der Zeit des Amasis auf Agurmi, Oase Siwa
[114]
series: Archäologische Veröffentlichungen des Deutschen Archäologischen Instituts
volume: 114
pages/dimensions: 133 Seiten, Falttafeln, mit 5 Klapptaf., 22 Tafeln, 73 Abbildung(en) - 25 × 25 cm
language: deutsch
binding: Leinen
weight: 0
publishing date: 1. Auflage 15.10.2010
price info: 96,00 Eur[D] / 98,70 Eur[A] / 162,00 CHF
ISBN: 978-3-447-05713-4
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   96,00 Eur
In der Oase Siwa im Nordwesten des heutigen Staatsgebietes von Ägypten liegt ein Tempel des Gottes Amun aus der 26. Dynastie. Er war in der Antike berühmt für sein Orakel, das auch von Alexander dem Großen befragt wurde. Galt das Interesse der Altertumswissenschaften bisher vorrangig der Auseinandersetzung mit dem Orakel, beschäftigt sich Kai-Christian Bruhn in seiner Studie zunächst mit den archäologischen Befunden aus den Grabungen des Deutschen Archäologischen Instituts von 1993 bis 1999 und klärt wesentliche Fragen der in der Forschung umstrittenen Baugeschichte des Tempels auf Agurmi. Insbesondere kann Bruhn nachweisen, dass die Bautechnik des Tempels in der griechischen Architektur gründet. Mit Hilfe seiner aus der Baugeschichte gewonnenen Erkenntnisse stellt Bruhn den Tempel in einen historischen und geographischen Kontext. Der Tempel auf Agurmi war nämlich nicht nur Sitz des Orakels, sondern auch Herrschaftssitz der von Libyern bewohnten Oase und Zentrum des sich in der anschließenden Ebene erstreckenden Heiligtums. Er ist eine der wenigen archäologischen Quellen aus dieser Region und aus diesem Zeitraum, die der Forschung zur Verfügung stehen. Da die im Tempel verehrte Gottheit aus dem Niltal übernommen wurde, handelt es sich verkürzt formuliert um einen ägyptischen Kult in einer libyschen Oase, dessen Geschichte griechisch geprägt wurde.