Die aramäischen Texte aus Tall Šēḫ Ḥamad/ Dur-Katlimmu/ Magdalu
[Band 17]
series: Berichte der Ausgrabung Tall Šēḫ Ḥamad / Dūr-Katlimmu
volume: Band 17
pages/dimensions: LXIV, 291 Seiten, 292 Abb., 16 Tabellen - 34, 5 × 24 cm
binding: gebunden
weight: 2200
publishing date: 1. Auflage 09.2014
price info: 84,00 Eur[D] / 88,50 Eur[A] / 115,00 CHF
ISBN: 978-3-447-10205-6
   84,00 Eur
Während der sehr erfolgreichen Ausgrabungen von Hartmut Kühne auf dem Tall Šēḫ Ḥamadin Nordost-Syrien wurden in den Jahren ab 1978 zahlreiche und derer ganz unterschiedliche Schriftdenkmäler gefunden. Neben Keilschrifttexten mittel- und neuassyrischer Zeit waren unter den Denkmälern auch zahlreiche altaramäische Urkunden, meist in der Form von sogenannten dockets, d.h. herzförmigen Schriftträgern, die ursprünglich durch Fäden an wahrscheinlich auf Holz, Pergament oder Papyrus geschriebene Texte angehängt waren und die erforderlichen Stempel der Zeugen trugen. Bei diesen Urkunden handelt es sich durchgängig um Schuldurkunden über Silber oder Gerste. Da die Texte meist an Stellen gefunden wurden, an denen auch neuassyrische Keilschrifttexte zutage kamen, und da häufig Namensgleichheit mit aus diesen Urkunden bekannten Personen festgestellt werden kann, ist sicher, dass es sich bei den Funden um Bestandteile eines einst gemeinsamen Archivs handelt.
Die 182 oft fragmentarischen Texte dieses Typs, ergänzt durch einige bereits anderweitig publizierte Stücke gleicher Provenienz, werden in diesem Band mit Fotos, Umzeichnung, Transkription und Übersetzung vorgelegt. Hinzu kommen verschiedene, meist jüngere Ostraka und Gefäße mit aramäischer und selten auch phönizischer Beschriftung sowie eine ganz singuläre Urkunde über eine Ankindung. Das Textkorpus bietet eine wesentliche Erweiterung unserer Kenntnis der aramäischen Sprache am Ende des Assyrerreiches und wird durch Glossare und Indizes der Namen erschlossen.