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400.000 jugoslawische „Displaced Persons“ kehrten nach Kriegsende aus Deutschland zurück. Während die Rote Armee die Repatriierung aus den sowjetischen Zonen durchführte, organisierten selbstverwaltete jugoslawische Komitees die Rückkehr aus den westlichen Zonen. Diese noch in NS-Haft entstandenen Komitees verhandelten die Transporte mit UNRRA und Alliierten und betrieben Propaganda für das neue Jugoslawien.\t In seiner Studie widmet sich Thomas Sebastian Porena dem jugoslawischen Repatriierungsprozess mit Fokus auf das Verhältnis zwischen Rückkehrer:innen und Staat. Bei der Ankunft erfassten die jugoslawischen Behörden KZ-Überlebende, zivile Zwangsarbeiter:innen und Kriegsgefangene nach politischen Kategorien. Der Staat prüfte ihre Zuverlässigkeit, bewertete ihre Arbeitskraft und ordnete sie in die sozialistische Umstrukturierung ein. Anhand unerschlossener Archivbestände der Repatriierungskommission in Belgrad, kombiniert mit Forschungen in Slowenien, Kroatien, den UN-Archiven und dem ITS-Archiv sowie Memoiren, DP-Zeitungen und Oral History-Interviews, rekonstruiert die Studie diese Geschichte und fragt, welchen Platz die Befreiten in den widersprüchlichen Anfängen des sozialistischen Jugoslawiens fanden.
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