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Mit dem Konzept der Wissenspaarungen verfolgen die hier vorgelegten Fallstudien Modi der Verhandlung von Wissensansprüchen. Diese binden sich in vormodernen Kulturen vielfach an Figurenkonstellationen. So haben sich beispielsweise in literarischen, bildnerischen, musikalischen wie liturgischen Darstellungsweisen, oft über einen langen Zeitraum hinweg, Paarbildungen etabliert, über die reich konnotierte historische wie mythologische Figuren, Personifikationen oder Allegorien als Verkörperungen von Wissen in Szene gesetzt werden. An den jeweiligen Begegnungssituationen solcher Wissensträger manifestieren sich Weisen der Aushandlung von epistemischen Ansprüchen, z.B. als inszenierte Konfrontation, als Dialog oder Konfliktbeziehung. Diese reziproken Dynamiken sind von hoher Erschließungskraft mit Blick auf historische Wissensbewegungen wie auch auf das Spektrum von Wissensformen jenseits diskursiver Modelle. Die Beiträge aus unterschiedlichen Fachdisziplinen untersuchen medial wie material konkretisierte Verhandlungsweisen von Wissen in epistemischen Paarungen und erschließen darin neue Perspektiven auf bekanntes wie weniger bekanntes Material.
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