Die Kleinfunde von Habuba Kabira-Süd
Mit Beiträgen von Angela von den Driesch, Jochen Görsdorf, Erika Grembler, Karl-Heinz Hellmuth, Thomas Hott, Joachim Koch, Günther Kohl, Kay Kohlmeyer, Josef Riederer, Denise Schmandt-Besserat, Klaus Schmidt, Marlies Stork...
Teil 1: Text, Teil 2: Tafeln
[141]
series: Wissenschaftliche Veröffentlichungen der Deutschen Orient-Gesellschaft
volume: 141
pages/dimensions: XXII, 784 Seiten, Teil 1: 4 Abb., 2 Diagramme, 39 Tabellen; Teil 2: 258 Tafeln - 34, 5 × 24
binding: gebunden
weight: 5100
publishing date: 1. Auflage 10.2014
price info: 178,00 Eur[D] / 183,00 Eur[A] / 240,00 CHF
ISBN: 978-3-447-10246-9
   178,00 Eur
In den städtischen Haushalten von Habuba Kabira-Süd ist die Keramik allgegenwärtig. Sie bietet mit ihrem Tonmaterial, ihrer Herstellungstechnik, ihrem Formenschatz und ihrem Dekor eine Fülle von Informationen, die auch die genauere Datierung der Stadt und ihres kulturellen Rahmens gestattet. Daher beginnt die Publikation mit der Keramik, auf die das breite Spektrum anderer Zeugen des täglichen Lebens aus Terrakotta, Stein, Metall und Knochen folgt.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die wenigen Tontafeln einer frühen Schriftstufe, zahlreiche wohl im Handel verwendete calculi aus Terrakotta und eine Fülle tönerner Verschlüsse mit Siegelabrollungen sowie einige originale Rollsiegel aus Stein. Mit allen erwähnten Befunden gewinnt die Diskussion über die älteste Stadtkultur Vorderasiens eine neue Basis. Untersuchungen des Metallhandwerks, der Tierknochen und Mollusken sowie des als Handelsgut gefundenen Bitumens und anderer Materialproben bieten umfangreiche Hinweise auf die wirtschaftliche Basis des Lebens in Habuba Kabira-Süd vor etwa fünf Jahrtausenden. Insbesondere bieten sie wertvolle Ergänzungen zu den bisherigen Funden aus den Metropolen in Uruk und Susa, aus deren Untersuchungen bisher nur vereinzelte Zeugnisse des täglichen Lebens hervorgegangen sind. Eine Verknüpfung der hier publizierten Objekte mit ihren im Band Ausgrabungen in Habiba Kabira I veröffentlichten Fundstellen ist stets auf direktem Wege möglich und dient somit der Gesamtbetrachtung.