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Fügert, Anja
Die neuassyrische und spätbabylonische Glyptik aus Tall ŠēH Hamad/Dur-Katlimmu
Teil 1: Text und Konkordanzen; Teil 2: Katalog und Tafeln
series:
volume: Band 16
pages/dimensions: LXXXVIII, 815 Seiten, über 1000 Abbildungen, 19 Diagramm(e), 8 Tabelle(n), 1000 Abbildung(en)
language: Deutsch
binding: Einband - fest (Hardcover) (gebunden)
dimensions: 24,00 × 34,50 cm
weight: 5580g
edition: 1. Auflage
publishing date: 23.04.2015
prices: 198,00 Eur[D] / 203,60 Eur[A]
ISBN: 978-3-447-10285-8
198,00 Eur

Die Ausgrabungen in der Unterstadt des nordostsyrischen Fundortes Tall Še? ?amad erbrachten zwischen 1978 und 2008 über 1500 glyptische Funde (Siegel, gesiegelte Texte und Tonverschlüsse) mit über 500 verschiedenen Siegelbildern. Die Objekte konnten aufgrund der stratigrafischen Auswertungen der Erdbefunde in die durchlaufende stratigrafische Sequenz der Unterstadt eingeordnet werden, die von der frühen neuassyrischen Zeit (10./9. Jahrhundert v.Chr.) über den Fall des Neuassyrischen Reiches bis in die achämenidische Zeit des 5. Jahrhunderts v.Chr. reicht.
Anja Fügert verortet zunächst die glyptischen Funde in ihren Ablagerungskontexten und wertet das Material auf dieser Basis funktional und chronologisch aus, untersucht Bildthemen und Einzelmotive und führt die Ergebnisse in einer Synthese zusammen, die neue Aussagen zur Ökonomie und Verwaltung der Unterstadtresidenzen beinhaltet. Erstaunliches Ergebnis ist, dass die politische Zäsur mit dem Zusammenbruch des Neuassyrischen Reiches und dem Wechsel zum Spätbabylonischen Reich einer Kontinuität im Glyptikkorpus gegenübersteht. Das glyptische Material erlaubt jedoch die Identifikation sozioökonomischer Veränderungen. Die Auswertung des größten eisenzeitlichen Materialkorpus eines nordmesopotamischen Fundortes stellt die wichtige – bisher unbekannte – Rolle heraus, die Siegel in der Administration der gehobenen privaten Gesellschaftskreise spielten. Durch die stratigrafische Verortung der Glyptik gelang es zudem, die „Wiedereinführung“ des Stempelsiegels in Mesopotamien im späten 9. Jahrhundert v.Chr. anzusetzen – und damit etwa ein Jahrhundert früher als bisher angenommen.

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