Pandita Ramabai und die Erfindung der Pfingstbewegung
Postkoloniale Religionsgeschichtsschreibung am Beispiel des „Mukti Revival“
[23]
series: Studies in the History of Christianity in the Non-Western World
volume: 23
pages/dimensions: XII, 412 Seiten, Abbildung(en) - 24 × 17 cm
binding: gebunden
weight: 1000
publishing date: 1. Auflage 12.2013
price info: 88,00 Eur[D] / 100,80 Eur[A] / 129,00 CHF
ISBN: 978-3-447-10069-4
More titles of this subject:India Religions
978-3-447-10069-4Buchausgabe / Printed Version88,00 Eur
978-3-447-19291-0E-Book (pdf)88,00 Eur
Please note: With adding E-Book Products to your cart
the payment will be handled via PayPal.
The download will be provided after the payment is confirmed.
Die Frauenrechtlerin und Sozialreformerin Pandita Ramabai Sarasvati (1858-1922) gilt als eine der bedeutendsten Frauen der jüngeren indischen Geschichte. Von ihren Zeitgenossen als „Göttin der Weisheit“ verehrt, fand ihre Popularität mit ihrer Hinwendung zur evangelikalen Erweckungsbewegung ein jähes Ende, weshalb sie die letzten zwei Jahrzehnte ihres Lebens in relativer Isolation auf der von ihr gegründeten Witwen- und Waisenstation bei Pune verbringen musste.
Die vorliegende Arbeit thematisiert ein Ereignis in dieser letzten Lebensphase, das zu einem zentralen Kulminationspunkt zahlreicher Diskurse werden konnte: das sogenannte „Mukti Revival“ im Jahre 1905. Aufgrund dieser spirituellen Erweckung unter den subalternen Bewohnerinnen der Station wurde der Ort außer von britischen und US-amerikanischen Missionaren vor allem von westlichen Historikern der Pfingstbewegung zu einem Ort heilsgeschichtlicher Bedeutung stilisiert, während alternative, den kolonialen Konzeptionen entgegenstehende Interpretationen verdrängt wurden. Auf der Basis poststrukturalistischer und postkolonialer Theorie und anhand einer detaillierten Quellenanalyse zeichnet das Buch die Karriere der konkurrierenden Narrative und die Genese des Wissens über das „Mukti Revival“ nach, um die „Erfindung“ religiöser und historischer Wirklichkeit im kolonialen Kontext transparent zu machen.