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Eine Quellengattung, die erst in den letzten Jahren verstärkt Beachtung seitens der Sprachwissenschaft erhält, sind historische Fremdsprachenlehrwerke. Diese Texte öffnen einerseits ein Fenster auf vergangene Alltagssprache von oft nicht-gelehrten Menschen; darüber hinaus bieten sie sich an, um wissenshistorische Fragestellungen zu verfolgen. Der von Liv Büchler und Horst J. Simon herausgegebene Band, der auf einen internationalen Workshop an der Freien Universität Berlin im Jahr 2023 zurückgeht, versammelt 18 Beiträge, die aus germanistischer bzw. romanistischer Perspektive drei dieser mehrsprachigen Lehrwerke aus dem 17. Jahrhundert (von Pierre Canel, Juan Ángel de Sumaran sowie ein Werk aus der anonymen Colloquia-Tradition) in den Fokus nehmen, teils um sie einer detaillierten Einzelanalyse zu unterziehen, teils um sie in einem größeren Rahmen zu interpretieren. Sie betreffen alle linguistischen Analyseebenen von der Graphematik über die Grammatik bis hin zur Pragmatik sowie soziolinguistische Fragen bezüglich u.a. Spracheinstellungen; mehrere der Beiträge stellen zudem die intertextuellen Verflechtungen der Werke in den Mittelpunkt.
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