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Titel sind ,obligatorische‘ (Gérard Genette) Bestandteile des doing books/i> und doing literature/i>. Im alltäglichen Hantieren mit literarischen Texten, seien diese buchförmig oder nicht, spielen sie eine kaum zu überschätzende Rolle. Kodex 13 setzt an dieser Stelle an und erweitert die buch- und literaturwissenschaftliche Titel-Forschung um eine praxeologische Dimension. Der Themenband fragt nach den mit Titeln hantierenden Akteuren und dem praktischen Können, den Techniken und Routinen, die das Herstellen, Vermitteln und Rezipieren von (buchförmiger) Literatur mittels Titeln ermöglichen und einschränken. Er untersucht die Formate des Titels und nimmt diese mithin im Wortsinne als Gegenstände in den Blick: als in Praxiszusammenhänge eingebundene textmaterielle Objekte. Und er erkundet, inwiefern Titel als in soziale Praktiken verwickelte Paratexte in der Literatur beobachtet und verhandelt werden. Die interdisziplinär zusammengestellten Beiträge verdeutlichen, dass und inwiefern Titel den Umgang mit Büchern und Literatur prägen und dass und inwiefern ihre Verwendung von diesem Gemenge an sozialen Aktivitäten auch konkret abhängig ist.
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