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Diese Publikation begleitet eine ortsspezifische Ausstellung der in Nürnberg und Barcelona ansässigen Malerin Ursula Jüngst. Gastgeber ist das Martin von Wagner Museum der Universität Würzburg in der Würzburger Residenz; die Fresken Giambattista Tiepolos verleihen diesem ‚Schloss über allen Schlössern‘ den Rang eines UNESCO-Welterbes. Die hier präsentierten Gemälde von Ursula Jüngst stehen in einem verwandtschaftlichen Verhältnis zu ihrem großen venezianischen Vorgänger. Ihre Bilder führen einen Dialog mit dem Fresko im Treppenhaus der Residenz – nicht auf dem Wege der Imitation, sondern durch ähnliche formale Prinzipien und inhaltliche Motivationen. Wie Tiepolo, wenn auch mit veränderten Gestaltungsmitteln, erzeugt die Malerin Phänomene wie Weite, Immersivität und Allseitigkeit. Und wie das Treppenhausfresko ein hochaktuelles Weltmodell entwirft, verknüpft Jüngst ihre Malerei mit ihrem und unserem Verhältnis zur Welt, stets unter ethischen Prämissen.
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