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Andrzej Denka legt mit seiner Monographie eine innovative Synthese filmtheoretischer und psychoanalytischer Reflexionen über den Zusammenhang zwischen Film und Traum vor und wendet diese auf literarische Prosa an. Den Ausgangspunkt bilden neben einer Skizze zur Filmadaption vor allem Ausführungen zum etablierten Forschungsfeld des filmischen Schreibens bzw. des filmischen/intermedialen Erzählens. Gerade im Anschluss an diesen letzten Aspekt, der sowohl filmsimulative Verfahren als auch filmische Motive in der Literatur umfasst, formiert Denka einen neuen Ansatz: Anders als in narratologischen Verfahren kommt dem Begriff der Diegese, also der dargestellten bzw. erzählten Welt, eine tragende Rolle zu. Zugleich wird der Traumbegriff einbezogen, der weit über die geläufige Metapher der Populärkultur hinausweist, wie sie sich etwa in der Rede von Hollywood als „Traumfabrik“ manifestiert.
All dies mündet in eine Neudeutung der Prosa von Urs Widmer und Patrick Roth. Dabei treten jene psychoanalytischen Horizonte von Jung bis Lacan hervor, vor deren Hintergrund sich die jeweiligen Traumkonzeptionen entfalten. Zudem zeigen diese Werke, dass die literarische Exploration von Film und Kino stets auch auf Traumwelten bezogen bleibt. Hierin spiegelt sich die Annahme, dass dieselbe menschliche Disposition, die zum Träumen befähigt, zugleich auch die Wahrnehmung des Films ermöglicht. |