|
weitere Titel zum Thema:
Download:
Vierzig Jahre Geschichte der europäischen Zentralasienwissenschaften spiegeln sich in der Zusammenarbeit zweier der bedeutendsten Mongolisten: Charles R. Bawden und Walther Heissig. In Band 164 der Asiatischen Forschungen dokumentiert Hartmut Walravens die enge Zusammenarbeit der beiden Gelehrten und die bedeutenden Fortschritte der Forschung in dieser Zeit.
Die Arbeiten von Bawden und Heissig konzentrierten sich zunächst auf die Katalogisierung der mongolischen Manuskripte in Kopenhagen, gefolgt von der Bearbeitung und Übersetzung ausgewählter Texte. Bawden verantwortete die Chronik Altan tobči, eine Geschichte der Jebtsundamba Qutuγtus von Urga, die Tales of an old Lama, eine moderne Geschichte der Mongolei, und die Übersetzung mongolischer Epen. Heissig baute ein weltweit anerkanntes Forschungszentrum in Bonn auf, das die Asiatischen Forschungen und die Zentralasiatischen Studien herausgab und eine Reihe internationaler Epensymposien veranstaltete. Zu seinen Publikationen gehören die Handschriftenreste von Olon süme, der Katalog der Mongolica in deutschen Sammlungen, eine Geschichte der mongolischen Literatur sowie Arbeiten zur mongolischen Volksliteratur und Folkloristik. Eine umfassende Würdigung seiner Arbeit (inklusive Tonaufnahmen) bietet H. Walravens: Walther Heissig (1913–2005). (Harrassowitz 2012). |