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Gajek, Ludwika
Das Breslauer Schauspiel im Spiegel der Tagespresse
Das Lobetheater im ersten Jahrfünft der Weimarer Republik
Reihe:
Bandnummer: 42
Umfang/Format: 288 Seiten
Sprache: Deutsch
Ausstattung: Buch (Paperback)
Abmessungen: 17,00 × 24,00 cm
Edition: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: 04.01.2008
Preise: 68,00 Eur[D] / 70,00 Eur[A]
ISBN: 978-3-447-05604-5
68,00 Eur

Bildungseifrige Analysen, schlagfertige Kommentare,
Jubelarien, Verrisse und hitzige Kritikerfehden begleiteten
die Theaterarbeit der führenden schlesischen Sprechbühne
in den Gründerjahren der Weimarer Republik. Das künstlerische
Profil des Hauses, seiner Direktoren, Regisseure,
Bühnenbildner, Schauspieler und durchreisenden Stars
erschließt die Studie aus dem vielstimmigen Echo in der breit
gefächerten Breslauer Zeitungslandschaft. Die ästhetischen
Positionen der Rezensenten geben das Raster vor, nach dem
der Stellenwert von Klassiker-Aufführungen, der Kampf um
die Moderne sowie die Gefällstrecken zum gemütlichen Nervenkitzel bemessen werden. Thematisch einbezogen sind
zeit- und lokaltypische Problemfelder. Breslau, in der Bevölkerungszahl durch München auf den vierten Platz verdrängt,
sah sich vom preußischen Staat zugunsten des oberschlesischen
Grenzlands vernachlässigt und 1922 von Berlin als
Austragungsort nationaler „Gerhart-Hauptmann-Festspiele“
instrumentalisiert. Wirtschaftliche Nöte und das Bewusstsein
der verschärften Randlage förderten den Aufbau machtvoller
Besucherorganisationen. Der Zugewinn an öffentlicher Bedeutung,
den das Breslauer Theater der Nachkriegsjahre vor
dem Hintergrund tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche
genoss, steht paradigmatisch für die kulturpolitische Aufwertung
des Mediums in der ersten deutschen Republik.

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