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Guihua, He
Das Verhältnis zwischen Politik und Daoismus in der Nördlichen Song-Dynastie
Umfang/Format: X, 344 Seiten, 10 Abb., 3 Tabellen
Sprache: Deutsch
Ausstattung: Buch (Paperback)
Abmessungen: 17,00 × 24,00 cm
Erscheinungsdatum: 15.06.2026
Preise: ca. 68,00 Eur[D] / 70,00 Eur[A]
ISBN: 978-3-447-12543-7
In der von Guihua He vorgelegten Studie untersucht die Autorin die Wechselbeziehungen zwischen Politik und Daoismus während der Nördlichen Song-Dynastie 北宋 (960–1127). In der Forschung wird diese Epoche häufig mit der Wiederbelebung des Konfuzianismus in Verbindung gebracht, während der Daoismus meist als Randphänomen gilt und entsprechend wenig Beachtung findet. Demgegenüber zeigt He, dass viele Herrscher dieser Zeit den Daoismus förderten und enge Beziehungen zu daoistischen Akteuren unterhielten. Die Verflechtung von staatlicher Autorität und religiösen Institutionen trug wesentlich dazu bei, dass der Daoismus nach seinem Niedergang erneut an Bedeutung gewann. Methodisch richtet sich die Untersuchung auf die Motive historischen Handelns. Im Zentrum steht weniger die Rekonstruktion einzelner Ereignisse als vielmehr die Frage nach den Beweggründen kaiserlicher Entscheidungen. Analysiert werden sowohl Phasen gezielter Förderung des Daoismus als auch Zeiten bewusster Zurückhaltung. Dabei werden die Akteure nicht nur als Produkte struktureller Bedingungen verstanden, sondern auch als handlungsfähige Subjekte. Auf diese Weise eröffnet der Band neue Perspektiven auf die politisch-religiösen Verhältnisse im vormodernen China.

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