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Nach dem Tod Alexanders des Großen Ende des 4. Jahrhunderts v.Chr. wurden die von ihm eroberten Gebiete von seinen Generälen untereinander aufgeteilt. Die sogenannten Diadochenreiche entstanden. Kreta geriet zunächst in die Einflusssphäre der in Ägypten herrschenden Ptolemäer. In der Folgezeit versuchten allerdings auch die anderen hellenistischen Herrscher, die Antigoniden wie auch die Seleukiden, ihren Einfluss auf der Insel auszuweiten und diese etwa als Militärstützpunkt oder als Handelszentrum zu nutzen. Auch die politische Situation im Innern Kretas war turbulent, verschiedene Städte wie etwa Gortyn, Knossos, Lyttos oder auch Polyrrhenia kämpften auf der Insel um die Vormachtstellung und wurden so auch in die Konflikte der hellenistischen Königreiche hineingezogen. Mit dem Ausgreifen der Römer nach Osten kam um das 2. Jahrhundert. v.Chr. für die kretischen Gemeinwesen ein neuer Machtfaktor hinzu, welcher sich schließlich um die Mitte des 1. Jahrhunderts v.Chr. Kreta als Provinz einverleibte.
Timo Klär zeigt anhand des epigraphischen, literarischen, archäologischen wie auch papyrologischen Quellenmaterials den vielschichtigen Interaktionsprozess der kretischen poleis im Hellenismus auf, denen es offensichtlich gelang, in dem Spiel der auswärtigen Mächte ihren Platz zu finden und auch immer wieder Vorteile für ihre eigene Position zu erreichen. |