Wir nutzen Cookies, um Ihre Online-Erfahrung zu verbessern. Indem Sie Harrassowitz-Verlag.de nutzen, akzeptieren Sie unsere Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung
 
 
 
Suhr, Claudia
Die ägyptische „Ich-Erzählung“
Eine narratologische Untersuchung
Reihe:
Bandnummer: 61
Umfang/Format: VII, 188 Seiten
Sprache: Deutsch
Ausstattung: Buch (Paperback)
Abmessungen: 17,00 × 24,00 cm
Gewicht: 310g
Erscheinungsdatum: 27.04.2016
Preise: 48,00 Eur[D] / 49,40 Eur[A]
ISBN: 978-3-447-10571-2
978-3-447-10571-2
Printed Version
48,00 Eur
978-3-447-19470-9
E-Book (pdf)
48,00 Eur
Bitte beachten Sie: Mit E-Book Produkten in Ihrem Warenkorb
wird die Bezahlung nur per PayPal möglich.
Der Download dieser Produkte wird bereitgestellt, wenn die Bezahlung bestätigt ist.

Intuitive Lesarten altägyptischer Erzählungen werden im Rahmen dieser Untersuchung durch nachvollziehbare Interpretationen ersetzt. Auf die systematische, organisierte Darlegung narratologischer Theorie und Terminologie folgt ein striktes Durcharbeiten altägyptischer Erzählungen (Schiffbrüchiger, Sinuhe, Wenamun und Wermai), die v.a. durch die Vermittlung in der Ich-Form, die Formfiktion einer faktualen autobiografischen Gattung und die Aufarbeitung von Fremdheitserfahrung verbunden sind, sowie die kontrastierende Bearbeitung von Texten, die formale und inhaltliche Gemeinsamkeiten mit dieser Gruppe aufweisen (Verwunschener Prinz, Zweibrüdermärchen, die Attentatsschilderung aus der Lehre des Amemenhet und Setna I).
Resultat ist der explizite, methodische Nachweis einer bewussten Wahl der Erzählform, die untrennbar mit dem Textsinn verbunden ist. Die Möglichkeiten zur Interpretation der Texte werden durch die Analyse der Erzählsituation erheblich ausgeweitet. So liefert die Betrachtung des komplexen Aufbaus narrativer Ebenen im Schiffbrüchigen neben Erklärungen für bisher als zufällig begriffene Abweichungen den Schlüssel zur Gesamtaussage. Das Ausloten der Mehrdimensionalität ich-haften Erzählens, der Identität von erzählender und erzählter Figur geschuldet, wird im Sinuhe zur Darstellung einer charakterlichen Entwicklung genutzt. Der hohe Anteil an Dialogpassagen im Wenamun stellt dem Weltkonzept des ägyptischen Protagonisten das eines ebenbürtigen ausländischen Kontrahenten gegenüber. Im Wermai wird die Formfiktion des Briefes zum Ausdruck einer unaufhebbaren Isolation. Die traditionelle Vermittlung durch einen allwissenden Er-Erzähler ist dagegen die adäquate Darstellungsform für Prädestinationsgeschichten.

Loading...
×