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Anonymus Casmiriensis
Mokṣopāya - Textedition, Teil 4, Das Fünfte Buch: Upaśantiprakarana
Kritische Edition
Herausgeber: Krause-Stinner, Susanne / Stephan, Peter
Reihe:
Bandnummer: 4
Umfang/Format: XLVIII, 389 Seiten
Sprache: Deutsch
Ausstattung: Buch (Hardcover)
Abmessungen: 17,00 × 24,00 cm
Gewicht: 800g
Edition: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: 02.01.2014
Preise: 88,00 Eur[D] / 90,50 Eur[A]
ISBN: 978-3-447-10037-3
978-3-447-10037-3
Printed Version
88,00 Eur
978-3-447-19286-6
E-Book (pdf)
88,00 Eur
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In der Mitte des 10. Jahrhunderts verfasste ein anonymer Autor in Kaschmir ein literarisch meisterhaftes philosophisches Lehrgedicht zur Selbsterlösung, den Moksopaya („Weg zur Befreiung“). Die in Kaschmir überlieferte Sanskrit-Fassung dieses in der indischen Geistesgeschichte einzigartigen Welterklärungsentwurfs wird nun zum ersten Mal als historisch-kritische Textausgabe der sechs Bücher mit etwa 30.000 Strophen zugänglich gemacht.
Teil IV enthält den auf der Grundlage aller verfügbaren Manuskripte kritisch edierten Text des fünften Buches Upaśanti („Über das Zurruhekommen“). Texthistorisch sekundäre Abschnitte wurden typographisch kenntlich gemacht, eine Inhaltszusammenfassung erleichtert den Überblick über den rund 4299 Strophen umfassenden Sanskrit-Text. Im Dialog zwischen dem Weisen Vasista und dem Prinzen Rama werden Weltsicht und Erlösungslehre des Moksopaya diskursiv erörtert und in neun fiktionalen Erzählungen veranschaulicht. Das Zurruhekommen illustriert beispielsweise die Geschichte der verwaisten Söhne des Dirghatapas, die Leidenschaftslosigkeit entwickeln, nachdem sie die Beziehungen der Lebewesen zueinander als illusionär durchschaut haben. Außerdem werden die „Erlösung noch im Leben“ durch Reflexion und das Ideal der intentionslosen Pflichterfüllung sowie die durch meditativ-yogische und zum Teil auch suizidale Praktiken erreichbare „Erlösung über das Leben hinaus“ am Beispiel verschiedener Herrscher dargestellt. Einen erzählerischen Höhepunkt bildet die einen radikalen Geistmonismus illustrierende Geschichte des Asketen Gadhi, der im Traum Kenntnis von verschiedenen Lebensgeschichten erhält, die sich nach dem Erwachen als tatsächlich empirisch nachprüfbar erweisen.

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