Wir nutzen Cookies, um Ihre Online-Erfahrung zu verbessern. Indem Sie Harrassowitz-Verlag.de nutzen, akzeptieren Sie unsere Cookies. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung
 
 
 
Breder, Jan
Attische Grabbezirke klassischer Zeit
Reihe:
Bandnummer: 60
Umfang/Format: XI, 389 Seiten
Sprache: Deutsch
Ausstattung: Buch (Hardcover)
Abmessungen: 21,00 × 29,70 cm
Gewicht: 1400g
Edition: 1. Auflage
Erscheinungsdatum: 10.01.2013
Preise: 88,00 Eur[D] / 90,50 Eur[A]
ISBN: 978-3-447-06868-0
978-3-447-06868-0
Printed Version
88,00 Eur
978-3-447-19134-0
E-book (pdf)
88,00 Eur
Bitte beachten Sie: Mit E-Book Produkten in Ihrem Warenkorb
wird die Bezahlung nur per PayPal möglich.
Der Download dieser Produkte wird bereitgestellt, wenn die Bezahlung bestätigt ist.

Um 430 v.Chr. setzten die attischen Grabbezirke ein. Diese Komplexe aus Architektur, Bestattung mit Beigaben, Opferstellen und Stelenausstattung standen im Kontext der langen griechischen Sepulkraltradition. Besonders interessant ist der Aspekt der Gestaltung des Innenraumes der Grabbezirke, also die Frage, ob die Grabanlagen terrassenartig hoch verfüllt waren oder nach einer Umfriedung den Bestattungsplatz umschlossen, woraus sich erkennen lässt, ob Bestattungen oder spätere Gedächtnisriten innerhalb des Grabbezirks oder auf dessen Oberfläche stattfanden.
Jan Breder untersucht in seiner Studie am Gegenstand der Grabbezirke die Frage, ob bestimmten Bauformen eine inhaltliche Bedeutung immanent war, die über ihre reine Funktionalität hinausging. Die Analyse von Konstruktion und Wandaufbau zeigt, dass die Umfassungsmauern der Grabbezirke denen von Heiligtümern entsprachen, durch ihr spezifisches Erscheinungsbild evozierten sie die Konnotation als „Temenos“ und boten den Hinterbliebenen die Möglichkeit, die Grabstätte im Habitus einer Kultstätte zu präsentieren. Auch in der Ausstattung der Grabbezirke mit Stelen und Marmorgefäßen lassen sich sakralisierende Elemente beobachten, zudem wurden seit langem etablierte Objekte der Grabpflege wie Lekythen in den Grabbezirksfassaden in Marmor monumentalisiert. Breder stellt überzeugend dar, dass sich als Beweggrund für die Gestaltung der Grabbezirke auf eine dauerhafte Darstellung der als Nomizomena bezeichneten Totenriten schließen lässt.

Loading...