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Repräsentationen der Macht
Beiträge des Festkolloquiums zu Ehren des 65. Geburtstages von Blagoje Govedarica
Herausgeber: Hansen, Svend
Reihe:
Bandnummer: 25
Umfang/Format: X, 220 Seiten
Sprache: Englisch, Deutsch
Ausstattung: Buch (Hardcover)
Abmessungen: 21,00 × 29,70 cm
Gewicht: 1179g
Erscheinungsdatum: 15.07.2020
Preise: 68,00 Eur[D] / 70,00 Eur[A]
ISBN: 978-3-447-11346-5
68,00 Eur

„Repräsentationen der Macht“ war der Titel des Festkolloquiums zu Ehren des 65. Geburtstags von Prof. Dr. Blagoje Govedarica, das vom 2. bis zum 3. Juni 2015 in Berlin stattfand. Der Bogen der Beiträge spannte sich von der Adria bis zum Kaukasus, also jene Räume, über die Blagoje Govedarica grundlegende eigene Arbeiten beigesteuert hat.
Der vorliegende Band ist nicht nur eine Festschrift, sondern ein Beitrag zu einem Thema, das seit den Ausgrabungen von Heinrich Schliemann in Mykene, der meinte in Schachtgrab IV die goldene Totenmaske des Agamemnon gefunden zu haben, aktuell ist. Die Repräsentation der Macht ist in der Archäologie ein leidenschaftlich diskutiertes Thema. Für die Forschung des 19. und frühen 20. Jhs. waren die Gräber in den bronzezeitlichen Hügeln im Kaukasus, in den riesigen Kurganen der nordpontischen Steppe, den eisenzeitlichen Tumuli Italiens, Frankreichs und Deutschlands selbstverständlich Bestattungen von Fürsten oder Königen. In den letzten 40 Jahren ist die politische und soziale Stellung der Bestattungen jedoch hinterfragt worden. Aus Sicht der neoevolutionistischen Geschichte politischer Organisationsformen wurden Begriffe wie Fürst oder König obsolet. Big Men oder Chiefs traten an ihre Stelle. Aus mächtigen Herrschern in goldreichen Gräbern wurden vielerorts Vorsteher kleinerer Verwandtschaftsgruppen. Der neoevolutionistische Diskurs ist jedoch seit wenigen Jahren zum Stillstand gekommen. Die Perspektive der langen Dauer in großen Räumen ist dabei besonders fruchtbar, um die Persistenz und den Wandel, mancherorts auch den Zusammenbruch der Macht zu erkennen.
Die Autorinnen und Autoren des Bandes, die schon seit vielen Jahren mit Blagoje Govedarica zusammenarbeiten, haben das Thema des Kolloquiums auf verschiedene Weise variiert.

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