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Der frühneuzeitliche Protestantismus war alles andere als einheitlich. Er zeichnet sich im Gegenteil durch eine enorme Vielfalt seiner Ausprägungen aus, die in der Zusammenschau bisher kaum systematisch erforscht wurde. Wie diese Pluralität analytisch gefasst werden kann, ist Thema des Sammelbands Plurale Protestantismen. Die Beiträge behandeln Prozesse und Praktiken der Vergemeinschaftung innerhalb des deutschsprachigen und europäischen Protestantismus im 17. und 18. Jahrhundert. Insgesamt zehn Studien international renommierter Forscherinnen und Forscher aus Geschichtswissenschaft und Kirchengeschichte untersuchen zentrale Mechanismen religiöser Gruppenbildung im protestantischen Bereich – in unterschiedlichen geographischen und sozialen Zusammenhängen und unter Einbeziehung neuerer sozial- und kulturgeschichtlicher, theologischer, religionswissenschaftlicher sowie historisch-anthropologischer Herangehensweisen.
Mit einer Einleitung der Herausgeber und Beiträgen von Juliane Engelhardt, Lennart Gard, Eva Kowalská, Sebastian Kühn, Adelisa Malena, Mathilde Monge, Ines Peper, Andreas Pietsch, Alexander Schunka, Jonathan Strom sowie einem Kommentar von Veronika Albrecht-Birkner und Udo Sträter. |