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wird die Bezahlung nur per PayPal möglich. Der Download dieser Produkte wird bereitgestellt, wenn die Bezahlung bestätigt ist. Dragoljub „Draža“ Mihailović zählt zu den umstrittensten Persönlichkeiten der jugoslawischen Geschichte. Der königlich-jugoslawische Generalstabsoffizier, Četnik-Führer im Zweiten Weltkrieg und zeitweise Kriegsminister der jugoslawischen Exilregierung in London gilt je nach Auslegung seit dem Zweiten Weltkrieg entweder als Kriegsheld, Kriegsverbrecher, Kollaborateur, Verräter oder antikommunistischer Märtyrer. Im Zentrum der konkurrierenden Deutungen steht der Belgrader Prozess von 1946, der mit der Verkündung von Mihailovićs Todesurteil endete. Insbesondere in den 1980er Jahren lebten die Debatten über Mihailovićs Rolle erneut auf und mündeten 2015 in Mihailovićs Rehabilitierung durch den Obersten Kassationsgerichtshof Serbiens.
Klara Muhle-Szumski fragt in ihrer Studie nach den Funktionen hinter den unterschiedlichen Mihailović-Legenden. Ihre Analyse von Entstehung, Zweck und Weiterentwicklung der Legenden eröffnet einen kulturgeschichtlichen Zugang zum Belgrader Prozess, seiner öffentlichen Wahrnehmung und den langfristigen Folgen. Dabei wird der Blick auch nach Großbritannien und in die USA gerichtet, die am Beispiel Mihailovićs die Deutung ihrer eigenen Kriegspolitik aushandelten. |
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