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Francis Breyer legt mit Zwischen Tschad-See und dem Horn von Afrika erstmals eine umfassende Untersuchung der linguistisch-kulturgeschichtlichen Kontakte zwischen dem Altägyptischen und den im Süden angrenzenden Sprachregionen vor.
Während die Entlehnungen in und aus nilosaharanischen und äthiosemitischen Sprachen nur episodisch beleuchtet werden können, erweisen sich die Sprachkontakte zum kuschitischen tu-Bedauye als sehr ergiebig. Dabei zeigt Breyer, dass sowohl Personen- als auch Ortsnamen eine bemerkenswerte Kontinuität aufweisen: Diese reicht von der Sprache der Medjai-Nomaden über die der spätantiken Blemmyer bis zu den Varietäten der heutigen Beja. Auf dieser Grundlage arbeitet der Autor ein einheitliches onomastisches System heraus, welches signifikant von orientalischen Namenssystemen abweicht. Einige der festgestellten Phänomene lassen erahnen, dass der sprachliche und damit auch kulturelle Austausch jener Stämme mit den Bewohnern des Niltals sehr viel enger war als bislang angenommen. Aus kontaktlinguistischer Perspektive weist die Studie erstmals nach, dass Sprecher äthiosemitischer Sprachen bereits in prähistorischer Zeit in Punt am Horn von Afrika lebten. |